Grundsteinlegung für das neue BHKW der MSW

Meißen, den 04.03.2021

Heute fand auf dem Gelände des Heizkraftwerkes der Meißener Stadtwerke GmbH (MSW) auf dem Steinweg in Meißen die Grundsteinlegung für ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) statt.

Grundsteinlegung für das neue BHKW der MSW

Hochrangige Gäste, wie der Staatssekretär Dr. Gerd Lippold, die Präsidentin der Landesdirektion Regina Kraushaar, Finanzvorstand der SachsenEnergie Ursula Gefrerer, Landrat Ralf Hänsel sowie der Oberbürgermeister der Stadt Meißen und Aufsichtsratsvorsitzender der MSW Olaf Raschke, ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und nahmen unter Einhaltung strenger Hygieneregeln an diesem traditionellen Akt teil.

Teil des Energiekonzeptes für Meißen

Die MSW haben in den letzten zwei Jahren ein Erneuerungskonzept für ihre Wärme- und Stromerzeugungsanlagen erstellt. Ein wesentlicher Bestandteil des Energiekonzeptes für die Stadt Meißen ist der Neubau einer Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)–Anlage mit hocheffizienten Gasmotoren. Nach Fertigstellung wird das neue Blockheizkraftwerk eine Brennstoffeinsparung von mehr als 25 % (40 GWh/a weniger Erdgaseinsatz) im Vergleich zu einer separaten Erzeugung von Strom und Wärme erreichen!

Diese Einsparung entspricht einer CO2- Reduktion von ca. 7.000 t/Jahr, was etwa

  • 1.500 Fahrten mit dem Auto einmal um die Erde (Umfang 48.000 km)

  • oder 6.300 Roundtrip-Flügen (also hin und zurück) von Dresden nach Mallorca

  • oder 4.900 PKW (wenn man von einer durchschnittlichen PKW-

Jahresfahrleistung in Deutschland von 15.000 km ausgeht) entspricht.

Gut für unsere Kunden!

Die Erneuerung des Erzeugerparks bringt der MSW einen auszuweisenden Primärenergiefaktor von 0,41 von dem Immobilienbesitzer direkt partizipieren.

Der Primärenergiefaktor zeigt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie für jede Energieform an. Oder anders formuliert,

der Primärenergiefaktor ist ein Indikator für die eingesetzte Energiemenge von der Energiequelle bis zu den Privathaushalten. (Quelle: Bafa)

Kunden ersparen sich durch die Nutzung von MSW-Fernwärme teure Investitionsmaßnahmen (z.B. Photovoltaik, Dämmung, Wärmepumpe), denn neben dem niedrigen Primärenergiefaktor gilt detr Einsatz von Fernwärme als Ersatzmaßnahme nach GEG § 53. „Man könnte sagen, dass wir für unsere Kunden in hocheffiziente, energiesparende Wärmeerzeugung investieren und nehmen ihnen damit viel Investitionsdruck bei Neubau und Sanierung ihrer Immobilien. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Gut für unsere Kunden!“ so Frank Schubert, Geschäftsführer der MSW.

Technische Details

Der ca. 7 Mio. Euro teure, innovative Bau wird aus zwei Modulen bestehen, von denen dieses Jahr das Erste in Betrieb genommen wird. Das Modul hat u.a.:

  • ein Gewicht von ca. 51 Tonnen

  • eine Leistung von ca. 10.200 kW (ca. 13.960 PS)

  • einen Hubraum von 272 Liter

Die Errichtung des zweiten Moduls beginnt im November und soll planmäßig im Juni 2022 in Betrieb genommen werden.

Fernwärme in Meißen

Fernwärme wird in Meißen an den zwei Standorten HKW Steinweg und HW Erlichtstraße erzeugt, unter anderem durch Kraft-Wärme-Kopplung. Das bedeutet, dass bei der Herstellung von Wärme gleichzeitig Strom erzeugt wird.

Die MSW verfügt über ein Fernwärmenetz von ca. 20 km und versorgt damit ca. 7.000 Privat- und Geschäftskunden.

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